Radweg-Station 1

Armut

In der Ravensberger Straße, in der Nähe vom Finanzamt, laden sieben kreisförmig angeordnete Sitzblöcke, in einer räumlichen Komposition mit der Stele, zum Verweilen ein. Jeder Sitzblock ist partiell mit einer Stahlplatte bestückt, in die jeweils in großen Buchstaben ein zentraler Begriff zur wirksamen Bekämpfung von Armut und Hunger eingraviert ist.


SDG Nr.1: Armut in jeder Form und überall beenden

Standort: Teutoburger Ecke - Ravensberger Straße (Nähe Finanzamt)

Koordinate: N 52° 01.036' E 008° 32.615' (WGS84)

Patenschule dieser Station: Ceciliengymnasium

Mehr zum SDG 1

Einige Unterziele:

  • Die extreme Armut bis 2030 überall beenden.
  • Den Anteil der Armen in den einzelnen Ländern halbieren.
  • Soziale Sicherungssysteme für alle Bevölkerungsgruppen einrichten.
  • Allen Männern, Frauen und Kindern das Recht auf Zugang zu den Ressourcen (zu Land, zu Erbschaften, zu sozialen Diensten) ermöglichen.

 

 

Hintergrundinformationen SDG 1

Armut beenden

Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung ist die Armut in der Welt in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Auch wenn das Fernsehen und zahlreiche Internet-Sites stets Kriege, Katastrophen und Krankheiten in den Mittelpunkt stellen, so ist doch ein globaler Trend zur Armutsverminderung festzuhalten: Weltweit sind deutlich weniger Menschen extrem arm, die Lebenserwartung stieg, die Kindersterblichkeit nahm erkennbar ab. Ob bis 2030 die weltweite Armut tatsächlich beendet sein wird, hängt allerdings entscheidend davon ab, ob das wirtschaftliche Wachstum so gestaltet wird, dass es vor allem den Armen zugutekommt.


Armut ist aber nicht nur ein Thema in den „Entwicklungsländern“. In Deutschland gilt als arm, wer weniger als 60% des mittleren Einkommens hat. 15,5% der Deutschen gehören zu dieser Gruppe, das sind 12,5 Mio. Menschen. Deren Teilhabe an der Gesellschaft, an Konsum und Kultur, an Freizeitaktivitäten und Mobilität, ist nur eingeschränkt möglich. Ob diese relative Armut (2015: 892 Euro für einen Single-Haushalt) tatsächlich als „Armut“ bezeichnet werden kann, wird jedoch heftig diskutiert. Doch vielleicht ist Armut in einem reichen Land anders zu messen und zu bewerten als in „extrem armen Ländern“.

  • Zahlreiche statistische Angaben zur Armutssituation und zur Armutsentwicklung in der Welt können den Statistik-Seiten der Weltbank (englisch) entnommen werden. Die Website kann auch von den SuS zu Recherche-Zwecken genutzt werden.
  • Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen veröffentlicht alle zwei Jahre einen Human Development Report (englisch) mit zahlreichen Angaben zur Armutssituation in allen Ländern der Erde.
  • Der „Global multiplex poverty index“ bemührt sich um eine noch genauere Erfassung der verschiedenen Armutsdimensionen.
  • Das Datenblatt Entwicklungspolitik wird vom Welthaus Bielefeld zweimal jährlich  herausgegeben. Es enthält u.a. aktuelle Statistiken zu Armut und Hunger, Lebenserwartung und Kindersterblichkeit, Welthandel und Verschuldung, Treibhausgasemissionen und Entwicklungszusammenarbeit.
  • Die Agenda 2030, die im Herbst 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde (37 Seiten), finden Sie hier in der deutschen Übersetzung.
  • Lernplattform: Website mit Hintergrundinformationen zu den SDGs und mit zahlreichen Hinweisen auf didaktische Materialien und Medien für die Vermittlung der SDGs in Unterricht und Bildungsarbeit.

Wegen Bauarbeiten an der Ravensberger-Straße wird diese Station erst im Sommer 2017 eröffnet.