Radweg-Station 4

Globale Partnerschaften

Eine gleichberechtigte nachhaltige Entwicklung kann global nur erreicht werden, wenn alle der über 190 Staaten, die sich zur Realisierung der Global Goals verpflichtet haben, zusammenwirken. Auf fünf ineinander verwobenen Metallringen stehen prägnante Begriffe wie Solidarität, Augenhöhe, Verantwortung und Chancengleichheit. Damit soll darauf hingewiesen werden, dass die Verwirklichung der »nachhaltigen Entwicklungsziele« im Interesse der gesamten Menschheit liegt. Es wird daher erwartet, dass Verantwortung von allen getragen wird. Das ist aber nur möglich, wenn ärmere Länder vor allem
beim Welthandel faire Chancen beim Marktzugang ihrer Produkte haben, statt sie mit Almosen zu überfluten. Die Gestaltung der Zukunft ist Aufgabe Aller.

SDG Nr.17: Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben füllen

Standort: Grünzug am früheren Freibad Schildesche (Westerfeld-Straße)

Koordinate: N 52° 03.471' E 008° 31.984' (WGS84)

Patenschule dieser Station: Grundschule Theesen

Mehr zum SDG 17

Einige Unterziele:

  • Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben füllen.
  • Mobilisierung der einheimischen Finanzmittel stärken.
  • Das Versprechen, mindestens 0,7% des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden, einhalten.
  • Investitionsförderungssysteme für die am wenigsten entwickelten Länder beschließen.

Hintergrundinformationen SDG 17

Globale Partnerschaften stärken

Die SDGs fordern erneut, was die reichen Länder seit langem versprochen haben: 0,7% des Bruttonationaleinkommens der Wirtschaftskraft der westlichen Länder sollen für die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bereitgestellt werden. Doch die meisten „Geberländer“ – auch Deutschland - liegen weit hinter dem 0,7%-Ziel zurück. 2014 lag der Durchschnitt aller westlichen Geber gerade einmal bei 0,30%. Gleichzeitig ist der Stellenwert der EZ für die meisten Empfängerländer eher bescheiden. In Afrika macht die EZ im Durchschnitt gerade einmal 2,34% des dortigen Bruttonationaleinkommens aus.

Eine globale Partnerschaft würde für Deutschland mehr als nur finanziellen Transfer bedeuten. Die SDGs fragen nach Unterstützung für die Export-Kapazitäten der Entwicklungsländer, nach Technologie-Transfer und nach der Übereinstimmung zwischen entwicklungspolitischen Zielen und anderen Politikbereichen („Politikkohärenz in allen Ländern zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung verbessern“). Außerdem soll die Führungsrolle jedes Landes bei der Festlegung und Umsetzung von Maßnahmen der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung respektiert werden (SDG 17.15).

  • Eine kritische Analyse der Entwicklungszusammenarbeit findet sich im jährlich neuen Report „Die Wirklichkeit der Entwicklungspolitik“, der über Terre des Hommes und die Welthungerhilfe zu beziehen ist.
  • Das Dossier "Politikkohärenz für Entwicklung" der 'Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung' (GKKE), das in Zusammenarbeit mit der Redaktion 'Welt-Sichten', dem 'Magazin für globale Entwicklung und Internationale Zusammenarbeit' entstanden ist, gibt einen Überblick über den aktuellen Diskurs in diesem Politikfeld.
  • Die Agenda 2030, die im Herbst 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde (37 Seiten), finden Sie hier in der deutschen Übersetzung.
  • Lernplattform: Website mit Hintergrundinformationen zu den SDGs und mit zahlreichen Hinweisen auf didaktische Materialien und Medien für die Vermittlung der SDGs in Unterricht und Bildungsarbeit.