Radweg-Station 5

Nachhaltig konsumieren und produzieren

In besonders promineter Lage, am stark frequentierten Obersee, findet sich ein überdachter Unterstand, der durch ein amorph geschwungenes, fast spielerisch aufgeständertes Dach gekennzeichnet ist. Auf die Plane sollen Begriffspaare gedruckt werden, die unseren Bezug zu Produkten aus aller Welt verdeutlichen sollen. Z.B. Ananas = Costa Rica, Thailand, Kolumbien / T-Shirts = China, Bangladesch, Kambodscha / Zellstoff für Taschentücher = Brasilien, Indonesien usw.
Dem Otto-Normalverbraucher wird vor Augen geführt, dass es einen Umgang mit Konsumgütern gibt, der eine geringere Belastung für Umwelt und Menschen darstellt. Dieses SDG fordert vor allem, dass die Gewinnung und Herstellung von Gütern ökologisch und sozial nachhaltig stattfindet.

SDG Nr.12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Standort:  Obersee in Schildesche

Koordinate: N 52° 03.478' E 008° 33.705' (WGS84)

Patenschulen dieser Station: Plaßschule, Rudolf-Steiner-Schule

Mehr zum SDG 12

Einige Unterziele:

  • Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.
  • Die natürlichen Ressourcen nachhaltig und effizient nutzen.
  • Das Abfallaufkommen deutlich verringern.
  • Die öffentliche Beschaffung nachhaltig gestalten.
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen und Bildungseinrichtungen verankern.

Hintergrundinformationen SDG 12

Nachhaltig konsumieren und produzieren

Nachhaltig kann Konsum nur sein, wenn wir auch tatsächlich nutzen, was wir mit hohem Aufwand an Energie, Wasser und anderen Ressourcen hergestellt haben. Im Besonderen gilt dies für die Nahrungsmittel. Ein Drittel aller weltweit produzierten Nahrungsmittel erreicht die Verbraucher/innen nicht. 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel verderben jedes Jahr oder fallen Schädlingen zum Opfer. Das bedeutet: 1,4 Mrd. Hektar Land umsonst landwirtschaftlich bearbeitet, 3,3 Mrd. Tonnen CO2 umsonst in die Atmosphäre geblasen,  750 Mrd. Dollar sinnlos verschwendet.

Auch in Deutschland ist Lebensmittelvernichtung ein Problem. Der größte Teil dieser Verluste wird hier von den Verbraucher/innen verursacht, die jährlich rund 11 Mio. Tonnen Lebensmittel wegwerfen. Rund die Hälfte davon wäre noch genießbar. Doch wer mag schon den Apfel mit Fleck, das krause Salatblatt, das Brötchen von gestern? Es sind in erster Linie die Endverbraucher/innen (61%), die so viele  Lebensmittel in die Tonne werfen. Der Anteil der Supermärkte (5%), des Großhandels (17%) und der Industrie (17%) fällt demgegenüber geringer aus.

  • Die Agenda 2030, die im Herbst 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde (37 Seiten), finden Sie hier in der deutschen Übersetzung.
  • Lernplattform: Website mit Hintergrundinformationen zu den SDGs und mit zahlreichen Hinweisen auf didaktische Materialien und Medien für die Vermittlung der SDGs in Unterricht und Bildungsarbeit.