Radweg-Station 7

Frieden & Gerechtigkeit

An diesem Standort lädt der Unterstand zum Verweilen ein und bietet nicht nur Radwanderern einen schattigen Platz zur Erholung. Darunter können Besucher/innen an einer langen Tafel rasten. Mit Metallplatten, die daran angebracht sind und hochgeklappt werden können, kann ein Spiel nach der Art von »Wer bin ich?« gespielt werden. Auf der Vorderseite steht ein Name, auf der Rückseite Angaben zum Beruf (Waffenhändler, Drogenkurier, etc.). Korruption und andere Machenschaften sind nicht nur ein Problem der Entwicklungsländer. Auch etliche internationale Konzerne werden kreativ, wenn es darum geht, Gewinne zu verschleiern. So vermeiden sie jedes Jahr Steuern in Milliardenhöhe.

SDG Nr.16: Friedliche und inklusive Gesellschaften fördern

Standort: Hinter der Gartenanlage „Am Meierhof“

Koordinate: N 52° 01.663' E 008° 35.076' (WGS84)

Patenschule dieser Station: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschule , Helmholtz-Gymnasium

Mehr zum SDG 16

Einige Unterziele:

  • Allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen.
  • Leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive staatliche Institutionen aufbauen.
  • Korruption und Bestechlichkeit in all ihren Formen erheblich reduzieren.

Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen fördern

Das Wohlergehen der Menschen ist in vielen Ländern der Erde durch Gewalt bedroht. Entwicklung und Entkommen aus der Armut sind aber nur möglich, wenn es gelingt, „alle Formen der Gewalt … überall deutlich zu verringern“, wie es das SDG 16 fordert. Denn Gewalt bedroht nicht nur unmittelbar das Leben sehr vieler Menschen, sondern verschlechtert auch die langfristigen Lebensbedingungen, vermindert Ernteerträge und Ressourcen, verringert die Chancen auf Bildung, auf Gesundheitsfürsorge und Partizipation. Konfliktländer und „Post-Konflikt-Staaten“ sind die „Hotspots“ der Armut. In ihnen droht der Zusammenbruch jeglicher staatlicher Ordnung, Verwaltung und Daseinsfürsorge. „Failing states“ – das bedeutet noch mehr Elend, Gewalt und Terrorismus. 

Die Beendigung von Gewalt ist eine nationale und eine internationale Aufgabe. Gute Regierungsführung in den einzelnen Ländern ist ebenso notwendig wie die Unterstützung von Versöhnung und fairem Interessensausgleich von außen.

Gewalt einzudämmen ist auch in Deutschland ein Thema, auch wenn das Ausmaß der Gewalt im Vergleich zu anderen Ländern eher niedrig ist. Jede dritte Frau in Deutschland hat, so die Frauenrechtsorganisation terre des femmes, Gewalterfahrungen in ihrem Leben gemacht. Neben der häuslichen Gewalt ist auch die offensichtlich wachsende Bereitschaft eines Teils der Bevölkerung, mit Worten oder Taten gewaltsam gegen „Fremde“ vorzugehen, beunruhigend. 2015 wurden über 1000 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte gemeldet (BKA), häufig mit stillschweigender Unterstützung der „Wutbürger“ im Umfeld der Tatorte.

  • Die Agenda 2030, die im Herbst 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde (37 Seiten), finden Sie hier in der deutschen Übersetzung.
  • Lernplattform: Website mit Hintergrundinformationen zu den SDGs und mit zahlreichen Hinweisen auf didaktische Materialien und Medien für die Vermittlung der SDGs in Unterricht und Bildungsarbeit.